Angespielt-RoundUp: Portal Knights, Horizon Zero Dawn & Valhalla Hills

Ein kurzer Überblick an Spielen, mit denen ich mich in den letzten Wochen beschäftigt habe. Ich gebe meinen persönlichen Senf zu jedem einzelnen Titel ab, um am Ende ein kleines Fazit abzugeben. Zukünftig soll es noch weitere solche „Angespielt-RoundUps“ geben.

Portal Knights

Ein weiterer Minecraft-Klon, mag man zu Beginn jedenfalls denken. Aber eigentlich ist es eher eine Mischung aus Zelda und den üblichen Crafting-Möglichkeiten. Im Gegensatz zu Minecraft ist nicht alles in Blöcken gehalten, sondern tatsächlich nur die Landschaften. Möbel, Wolken, Sonne, etc. werden in einer hübschen Comic-Grafik visualisiert. Man springt von Insel zu Insel, die jeweils eigene Klimazonen und Rohstoffe bieten. Gefällt einem eine Insel besonders gut, kann sie als Heimat festgelegt werden. Die Early Access Phase Endet im April und das Spiel erscheint dann offiziell für PC, PS4 und Xbox One.

Wie lange gespielt? Über 80 Stunden.
Werde ich es weiterspielen? Auf jeden Fall! Meine Freundin und ich haben Unmengen an Spaß mit dem Konzept. Hat man mal keine Lust auf Bauen, erkundet man Inseln und Dungeons, oder besiegt riesige Bosse. Das Spiel fühlt sich sehr fertig an, es gab nur kleinere Probleme mit dem Ton, der sich gerne mal bei uns beiden verabschiedet hat. Auch die noch relativ neuen NPCs könnten etwas lebendiger wirken. Dennoch: Wer ein Spiel sucht, das er mit seinen Kindern oder dem Partner spielen möchte, findet in Portal Knights ein tolles Spiel. Der Koop unterstützt bis zu 4 Spieler und es kann auch im LAN gespielt werden.  

Horizon Zero Dawn

Als Ausgestoßene Aloy findet man sich in einer Post-Apokalypse wieder, die bevölkert ist von Maschinen-„Dinos“ und einer Menschheit, die teilweise zurück in die Steinzeit zurückgefallen ist. Grafisch absolut beeindruckend und neben Uncharted 4 nicht nur das hübscheste Spiel auf der PS4, sondern auch im Vergleich zu allen anderen Plattformen ohne nennenswerte Konkurrenz. Überrascht hat mich, wie gut die Geschichte inszeniert ist, wie spannend sie geschrieben wurde und wie detailliert die Welt ausgearbeitet ist. Die Open-World ist riesig und es gibt massig Nebenaufgaben sowie Jagdaufgaben zu absolvieren. Selbst die Sammelaufgaben wurden clever in die Geschichte eingebettet. Im Gegensatz zu vielen anderen Konkurrenz-Produkten „lebt“ die Welt von Aloy und bietet ein Rundum-sorglos-Paket. Des Weiteren gehören die Kämpfe gegen die teils riesigen Maschinen zu den absoluten Highlights und machen Unmengen an Spaß.

Wie lange gespielt? Über 30 Stunden. 
Werde ich weiterspielen? Da ich nicht genug kriegen kann, ganz sicher! Eine wunderbare Mischung aus The Witcher 3, Tomb Raider, Monster Hunter und anderen Open-World Spielen. Die Kämpfe sind nicht nur klasse inszeniert, sondern je nach Maschinentyp durchaus sehr fordernd. Die Grafik ist spitze und bietet ein überragendes Art-Design. Eines der Highlights 2017 und allgemein ein großartiges Videospiel, dass sich kein PS4-Besitzer entgehen lassen sollte.

Valhalla Hills

Kurzfassung der Geschichte: Wikinger wollen nach Valhalla, müssen dafür Gipfel für Gipfel erklimmen und durch ein Portal reisen, um sich für Odin und den Eintritt nach Valhalla als würdig zu erweisen. Der Rest ist Aufbaustrategie, die stark an Siedler 2 erinnert. Nicht grundlos übrigens: Die Entwickler haben an den ersten Siedler-Teilen mitgewirkt. Grafisch weist das Spiel einen recht eigenwilligen Stil auf, an den man sich gewöhnen muss. Der Aufbau-Part funktioniert gut, die Möglichkeit eigene Straßen zu bauen ist integriert und, hey, man darf verdammt nochmal Wikinger spielen! Was gibt es daran also nicht zu lieben? Nun, es ist ein wenig eintönig. Jeder Gipfel beherbergt ein Portal, welches erobert und betreten werden muss. Danach wird prozentual eine neue Insel generiert, auf der dann alles wieder von vorne beginnt. Auf Dauer können sich also starke Ermüdungserscheinungen einstellen.

Wie lange gespielt? Knapp 5 Stunden. 
Werde ich weiterspielen? Vielleicht immer mal wieder ein Ründchen, aber richtig fesseln tut es mich nicht. Was fehlt ist ein Gefühl des Fortschritts, ein richtiger Sinn in seinem Tun. Schnell fühlt man sich in einem Kreislauf gefangen, einem reinen Grinding, der recht schnell in Monotonie endet. Schade, viel Potenzial verschenkt.